Ernährung

Superfood Aronia und die Direktvermarktung von Aroniasaft 

Fällt der Begriff Superfood, denken viele Menschen an exotische Früchte, die aufgrund ihrer wertvollen Eigenschaften besonders gesund sein sollen. Hierzulande gibt es keine gesetzliche Regelung, was in die Kategorie Superfood fällt oder nicht. Ernährungsexperten definieren derartige Produkte als natürliche Lebensmittel, die größere Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen aufweisen. Diese Beschreibung trifft exakt auf die Aroniabeere zu. Es handelt sich um eine nährstoffreiche Frucht, die zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens beiträgt. Doch exotisch ist die Beere längst nicht mehr. In vielen Regionen Deutschlands wird sie angepflanzt und als Aroniasaft von regional ansässigen Landwirten direkt vermarktet.

Woher stammt die Aroniabeere – und wie fand sie den Weg nach Deutschland?

Ursprünglich beheimatet ist die Aroniabeere, auch als schwarze Apfelbeere bekannt, in Nordamerika. Die erbsengroße, zumeist schwarze Frucht ist frostresistent. Ende des 19. Jahrhunderts brachte der russische Botaniker Iwan Mitschurin nach Russland. Von dort aus fand die Beere ihren Weg nach Deutschland. Die erste Anpflanzung erfolgte im Jahr 1976 auf einer Plantage der gärtnerischen Produktgenossenschaft „Berglandobst“ in Bautzen (ehemals DDR). Im Laufe der Jahre verbreitete sich die Aroniabeere quer durch die Republik und reift in zahlreichen Bundesländern wie Bayern, Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen oder Hessen.

Welche Darreichungsformen der Aroniabeere gibt es?


Die Verarbeitung der gesunden Apfelbeere aus eigenem Anbau zu unterschiedlichen Lebensmitteln gestaltet sich ebenso vielfältig wie ihre Verwendungsmöglichkeiten. Durch sensible Herstellungsverfahren bleiben die wertvollen Nähr- und Inhaltsstoffe der Aroniabeere erhalten und verlieren somit nichts von ihrer positiven gesundheitlichen Wirkung. Viele Menschen bevorzugen folgende Darreichungsformen:

  • Aroniasaft
  • Aronia-Likör
  • Marmelade
  • Edelbrände
  • Trockenobst
  • Sirup

Die gesundheitlichen Aspekte von Aronia Saft

Dem Aronia Saft werden umfangreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Bereits vor vielen hundert Jahren erkannten die Heilkundigen aus Nordamerika die positive Wirkung der Frucht auf Körper und Geist. Die sowohl in der Beere als auch im Saft enthaltenen Antioxidanten, sekundäre Pflanzenstoffen, schützen die Zellen vor den so bezeichneten freien Radikalen. Dadurch wird die Schadstoffbildung im Blut minimiert, sodass das Lebenselixier störungsfrei durch die Adern fließen kann. Dadurch wird das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls deutlich reduziert. Darüber hinaus hat die Gesundheitsbombe jedoch noch weitaus mehr zu bieten:

  • Vitamine C, B1, 2, 3, 5, 6, E, K, Provitamin A
  • Spurenelemente und Mineralien (Kalium, Calcium, Eisen, Jod)
  • Pflanzenfarbstoffe
  • Kohlehydrate
  • Organische Säuren

Auch wenn die Frucht keine Wunder vollbringen kann – der Cocktail aus den wertvollen Inhaltsstoffen macht den Aroniasaft zweifelsohne zu einem echten Superfood. Zwar sind nicht alle positiven Auswirkungen wissenschaftlich belegt. Dennoch stärkt das Getränk das Immun- und Herzkreislaufsystem, hilft häufig bei Beschwerden von Magen, Galle und Leber und kann sowohl den Blutdruck als auch den Cholesterinspiegel senken

Gibt es Nebenwirkungen bei dem Genuss von Aroniasaft?

Bei einem besonders sensiblen Magen können die Gerbstoffe Magenprobleme verursachen. Daher ist die Aufnahme auf nüchternem Magen nicht zu empfehlen. Bei der Einnahme von Medikamenten ist eine Wechselwirkung möglich. Eine Rücksprache mit dem Hausarzt ist ratsam. In Aroniabeeren ist ein minimaler Anteil an Blausäure enthalten, der jedoch nicht gesundheitsschädlich ist. Daher ist der Genuss mehrere Flaschen Aroniasaft nacheinander nicht zu empfehlen.

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten mit Aroniasaft

Lecker Smoothies mit Aroniasaft sind genau richtig, um gesund in den Tag zu starten. Auch ein Mix mit einem Müsli, süßen Früchten und Buttermilch ist ein perfekter Muntermacher.

Kinder genießen die Kombination mit Aronia Saft und Banane. Und abends lässt man den Tag mit einem gut gekühlten Sekt und einem Schuss des gesunden Getränks gemütlich ausklingen.

Die Ökobilanz der Aroniabeere

Der heimische und nachhaltige Anbau der Frucht beschert der Aroniabeere eine ausgezeichnete Ökobilanz. Während der lange Transport exotischer Lebensmittel nicht nur die Umwelt enorm belastet, sondern für den Verlust der gesunden Inhaltsstoffe verantwortlich ist, punkten die in unseren Landen angebauten Aroniabeeren durch kurze Transportwege. Gleiches gilt für die verschiedenen Darreichungsformen wie den Aroniasaft- Marmelade- oder Likör.
Die Direktvermarktung der lokalen Produkte durch regional ansässige Landwirte steht für ein hohes Maß an Transparenz sowie eine exzellente Qualität der Waren. Der Austausch zwischen Kunden und Erzeugern sowie die Nähe zu den Produkten schafft Vertrauen. Aber auch von einer Verkostung des selbsthergestellten Aroniasafts im Hoflanden profitieren Verbraucher und Landwirte gleichermaßen.

Fazit

Die Wirkstoffe im Aroniasaft sind für den Menschen essenziel und üben nachweislich eine gesunde Wirkung auf den Organismus aus. Selbsthergestellte Produkte aus der Region punkten durch eine ausgezeichnete Ökobilanz. Durch die Direktvermarktung des Superfoods durch regional ansässige Landwirte profitieren viele Kunden von einem hohen Maß an Transparenz und können sich in einem Hofladen direkt von der Qualität des Produkts überzeugen.

 

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