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Kokosöl der Allrounder für Haare, Haut und Küche

Ständiges Waschen, Bürsten, Kämmen, Föhnen und Färben – das menschliche Haar ist täglich vielen Strapazen ausgesetzt. In der Folge verlieren die Haare ihren natürlichen Glanz, können brechen und spröde werden, während oft auch die gesamte Struktur angegriffen wird. Das Stylen führt oft zu Schädigungen der äußeren Schicht (Cuticula), die dann nicht mehr in der Lage ist, die zentralen Bereiche des Haarschafts zu schützen. Dabei gehen wichtige Proteine verloren, die das Haar dringend benötigt. Experten haben durch Tests auf wissenschaftlicher Basis herausgefunden, dass Kokosöl für das strapazierte Haar wertvoll ist, da es dieses wieder mit den notwendigen Vitaminen, Eiweißen und Nährstoffen versorgt. Daneben eignet sich Kokosöl noch zur Anwendung auf vielen weiteren Gebieten, sei es zur Hautpflege oder für eine gesunde Ernährung.

Welche Wirkung hat Kokosöl bei der Pflege der Haare?

 

 

Viele Anwender bezeichnen Kokosöl als Haarpflegemittel als einen echten Allrounder. Unerheblich, ob bei Schuppenbildung, bei trockenem oder glanzlosem Haar – dem Öl der Kokosnuss werden viele pflegende und regulierende Eigenschaften auf Haarwurzeln und Kopfhaut nachgesagt. Das natürliche Produkt ist frei von allen Nebenwirkungen, Gluten oder Laktose und daher auch für alle Haar- und Hauttypen geeignet. Ebenfalls sind bei hochwertigen Produkten keinerlei Mineralöle und Weichmacher enthalten. Dafür finden sich im Kokosöl wertvolle Inhaltsstoffe und Materialien, die das Haar von der Wurzel her stärken, den Aufbau einer neuen Struktur unterstützen und bereits eingetretene Schäden oftmals vollständig reparieren.

Für welchen Haartyp eignet sich der Einsatz von Kokosöl?

Bevor man über den Einsatz von Kokosöl nachdenkt, ist es ratsam, den individuellen Haartyp von einem Fachmann/ einer Fachfrau bestimmen zu lassen. Betroffene profitieren von der Expertise, denn nicht nur der Haartyp wird bei einer Untersuchung festgestellt, sondern auch die damit verbundenen Probleme. Prinzipiell lassen sich folgende Einteilungen vornehmen:

  • Dünnes Haar
  • Trockenes Haar
  • Dickes Haar
  • Strapaziertes Haar
  • Fettiges Haar

 

Jede Art von Haaren bedarf einer individuellen Anwendung von Kokosöl, um nach dem Einsatz auch einen exzellenten Erfolg zu erzielen.

Dünnes Haar: Bei dünnem Haar gilt das Motto: Weniger Kokosöl ist mehr. Wer zu viel von dem Naturprodukt verwendet, riskiert, dass das Haar zumeist sehr strähnig und oftmals sogar ungepflegt wirkt. Idealerweise wird das Öl lediglich in die Haarspitzen einmassiert und erst bei der nächsten Wäsche ausgespült. Die tägliche Wiederholung der Pflegemaßnahme ist durchaus unbedenklich und mit der Zeit lässt sich damit deutlich mehr Volumen in das Haar zaubern.

Trockenes Haar: In diesem Fall ist eine Kokosöl-Kur ein probates Mittel, um das Haar wieder in Form zu bringen. Die regelmäßige Anwendung verleiht dem Haar seinen ursprünglichen Glanz und die Geschmeidigkeit kehrt zurück. Dank der Vitamine und natürlichen Fettsäuren werden auch die Kopfhaut und die Haarwurzel mit ausreichend Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt.

Dickes Haar: Auch dickes Haar profitiert von einer kontinuierlichen Pflege mit Kokosöl, denn insbesondere dieser Haartyp benötigt jede Menge Feuchtigkeit. Das Öl liefert diese jeden Tag in ausreichender Menge, bändigt auch hartnäckige Mähnen und macht das Haar geschmeidiger und lockerer.

Fettiges Haar: Hier sollte auf Kokosöl im Übermaß verzichtet werden, da es das Haar noch öliger erscheinen lässt. Allerdings ist eine Kombination mit anderen Pflegeprodukten durchaus geeignet, um den Fettgehalt des Haars zu reduzieren. Dabei sollte das Öl nur in die Spitzen einmassiert und der Haaransatz ausgespart werden.

Wie verwende ich Kokosöl bei der Haar-Kur richtig?

Soll das Kokosöl als Spülung verwandt werden, ist es ratsam, das Haar mit einem milden Pflege-Shampoo zu waschen und anschließend so lange auszuspülen, bis sämtliche Shampoo-Reste entfernt sind. Danach erfolgt ein gründliches Trocknen mit einem weichen Handtuch. Zu harte Tücher können die Haarstruktur beschädigen. Je nach Haarlänge verteilt man eine haselnussgroße Portion zwischen den Fingern und massiert die Substanz in getrockneten Haarspitzen. Ein Auswaschen dieser geringen Menge ist nicht erforderlich. Der Erfolg wird umgehend sichtbar, denn das Haar glänzt deutlich mehr als zuvor und wirkt stark und gesund.

Als Protein- und Vitaminkur leistet Kokosöl wertvolle Dienste. 3 bis 4 EL verteilt man dann großzügig in die Haarlängen und lässt die Substanz über Nacht einwirken. So wird das Haar mit vielen wichtigen Nährstoffen für einen gesunden Wuchs und eine starke Struktur versorgt. Am folgenden Morgen lässt sich die Substanz mühelos ausspülen.

Wer Kokosöl als Spülung einsetzen möchte, gibt, je nach Länge der Haare, 2 bis 3 EL in die feuchten Haare und arbeitet es gründlich ein. Dabei sollte auch die Kopfhaut nicht ausgespart werden. Nach wenigen Minuten Einwirkzeit können die Haare mit einem sanften Shampoo ausgewaschen werden.

 

Kann ich Kokosöl auch zur Hautpflege verwenden?

Kokosöl lässt sich optimal auch zur Hautpflege nutzen. Es macht die Haut weich und beugt oftmals durch seine antibakterielle Wirkung Hautunreinheiten und einem schlechten Hautbild vor. Das größte menschliche Organ benötigt regelmäßig eine nachhaltige Pflege – allerdings ist bei vielen kosmetischen Produkten die Liste der chemischen Zusatzstoffe deutlich größer als die erhoffte Wirkung. Nach dem Duschen spendet Kokosöl langfristig Feuchtigkeit, beruhigt sensible, trockene Hautpartien, hilft gegen Juckreiz und lindert Irritationen. Es ist allerdings ratsam, das Öl nicht zu häufig als Pflegemittel für das Gesicht zu verwenden. Denn auch dort leben nützliche Bakterien, die durch einen übermäßigen Einsatz von Kokosöl vernichtet würden.

Ist Kokosöl zum Kochen und Backen geeignet?

In einer gut sortierten Küche darf Kokosöl zum Kochen und Backen nicht fehlen. Dank seines hohen Rauchpunkts eignet sich das Produkt aber auch hervorragend zum Braten und Frittieren. Das Öl ist weitestgehend geschmacksneutral, sodass die Aromen nicht auf die zubereiteten Speisen übergehen. Vor allem heißgepresstes Kokosöl kann bei der Herstellung von nahezu allen Speisen verwendet werden und ist dank des geringen Anteils von mehrfach ungesättigten Fettsäuren gut bekömmlich.

Fazit

Kokosöl eignet sich dank seiner vielfältigen positiven Eigenschaften für unterschiedliche Anwendungsgebiete. Während das Öl den Haaren einen seidenen Glanz verleiht und sie bei einem gesunden Wachstum unterstützt, erzielt es auch bei der Hautpflege eindrucksvolle Ergebnisse. So lindert das Naturprodukt Juckreiz und Irritationen, spendet ausreichend Feuchtigkeit und ist auch für Allergiker geeignet. Daneben überzeugt Kokosöl durch seine vielschichtigen Nutzungsmöglichkeiten – egal ob beim Kochen, Backen oder Frittieren.

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